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Aktionstag mit Infostand und Straßentheater

Sonntag, 17. April 2011: FDCL, FIAN & INKOTA fordern Stopp von Land Grabbing

Wann: 17.04.2011, 12.00 - 14.30 Uhr
Wo: Ecke Schwedter Straße/Gleimstraße

Wieder weltweiter Protest: Auch INKOTA, FIAN und FDCL e.V. gedenken am 17. April der Menschen, die von ihrem Land vertrieben wurden. Ein Aktionstag mit Infos und Straßentheater.

Ackerland ist ins Visier von Spekulanten geraten. Seit 2008 wurden weltweit 80 Millionen Hektar Land in Entwicklungsländern an Investoren transferiert. Auf dem Land wollen die Investoren aus Industrie- und Schwellenländern Nahrungs- und Energiepflanzen für den Export anbauen oder nutzen es als Spekulationsobjekt. Um den Investoren das gefragte Land zur Verfügung zu stellen, werden Menschen vertrieben – notfalls mit Gewalt. Leittragende dieses Land Grabbings sind die Menschen, die zuvor auf oder von diesem Land gelebt haben.

Oliver de Schutter, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, warnt, dass die großflächigen Landnahmen immer mehr Menschen in den Hunger treiben: Schon heute hungern weltweit 500 Millionen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, weil sie kein oder zu wenig Ackerland haben und ihnen damit ihre Ernährungsgrundlage genommen wurde.

Hintergrund zum Tag der Landlosen

Am 17. April solidarisieren sich weltweit Menschen mit den lokalen und globalen Kämpfen von La Via Campesina, einem globalen Netzwerk der Bauern und Bäuerinnen, der ländlichen Bevölkerung, der Landlosen und Indigenen. Hintergrund ist die Ermordung von 19 Aktivisten der Landlosenbewegung MST (Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra) durch die brasilianische Polizei am 17. April 1996. Mitglieder von La Via Campesina in Mexiko antworteten mit einem Marsch auf die brasilianische Botschaft und riefen den 17. April zum internationalen Tag des Widerstands und der Aktion gegen alle Formen von Unterdrückung der ländlichen Bevölkerung aus.

Zeit zu handeln!

Das FDCL macht gemeinsam mit der Menschrenchtsorganisation FIAN und dem entwicklungspolitischen Netzwerk INKOTA am 17. April 2011 mit einem Aktionstag auf die verheerenden Auswirkungen der neuen großflächigen Landnahmen aufmerksam.